architekturlandschaft.niederösterreich

Friedhofskapelle Brunn am Gebirge

Objekt

Friedhofskapelle Brunn am Gebirge

Ort

2345 Brunn am Gebirge
Kirchengasse 9
Mödling
Industrieviertel

Bautentyp

Kirche Kapelle

Projektstatus

ausgeführt

Chronologie

Baubeginn: 1999
Fertigstellung: 2000

ArchitektIn

Helmut Sautner

Lage

48° 6' 22'' N
16° 17' 4'' E

Die Thematik von Tod und Auferstehung steht im Zentrum der Friedhofskapelle, die Helmut Sautner als ebenerdigen Bau mit kegelförmigem Dach und konischem Turm umsetzte.


Eine begrünte Erdanschüttung umgibt die Kapelle wie ein Grabhügel, somit befindet sich der Sakralraum symbolisch unter der Erde. Ein Band mit Glasfenstern liegt darüber. Zwei leicht gegen einander verschobene Kreishälften bilden als einander verschlingende Spiralansätze die Raumstruktur. Der runde Altar liegt auf einer kreisrunden Stufe. Die Steinplatten am Boden sind kreisförmig angelegt. Mitten im Raum befindet sich der von oben natürlich belichtete Sarg mit dem Verstorbenen, zugleich gibt es von diesem Platz über einen Lichtkranz einen Ausblick auf den Himmel. Der Tod als Durchgang öffnet eine neue Ebene. Der Verzweiflung folgt Hoffnung. Der helle Turm, der mit gefärbtem Hartglas verkleidet ist, impliziert mit seinem durchsichtigen Dach die Idee des Aufstiegs der Seele zum Himmel.

Die künstlerische Ausstattung im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs erfolgte durch Herwig Zens, der den kreisförmigen Innenraum mit Bildern zur Thematik Totenlieder und Trauermärsche ausstattete. In ausdrucksstarken „Traumgestalten des Todes“ wird der mythologische Aspekt des Übergangs in Malerei umgesetzt.

Text: Theresia Hauenfels